Tierversuche (Deutscher Bereich)

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Stellungnahme zur Einführung: Die Haltung des CIN zu tierexperimenteller Forschung

Die Wissenschaftler und Angestellten des CIN sind sich der großen ethischen Verantwortung, die mit der tierexperimentellen biomedizinischen Grundlagenforschung einhergeht, in hohem Maße bewusst. Alle Tierversuche, die hier stattfinden, sind von der Tierversuchskommission sorgfältig geprüft und von den zuständigen Behörden genehmigt. Regelmäßige Überprüfungen stellen sicher, dass alle Auflagen erfüllt werden. Versuchstiere werden unter Berücksichtigung aller Vorschriften des Tierschutzgesetzes und der internationalen Richtlinien gehalten. Wann immer zu Versuchszwecken nichthumane Primaten und in vielen Fällen auch Nager auf ein bestimmtes Verhalten trainiert werden, geschieht dies unter ständiger Beobachtung ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens.

Alternative Methoden sind wertvoll und höchst willkommen. Wann immer dies möglich ist, kommen sie zum Einsatz und werden weiterentwickelt. Allerdings ist es beim derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht möglich, Tierversuche gänzlich durch alternative Methoden zu ersetzen. Nichtinvasive bildgebende Verfahren wie fMRI oder fMRT (Magnetresonanztomografie) erlauben einen Blick in das Innere des Gehirns und stellen daher eine wichtige Erweiterung des methodischen Handwerkszeugs in der Hirnforschung dar. Doch oft werden die Möglichkeiten dieser Technik gewaltig überschätzt. Erst die Kombination bildgebender Verfahren mit Untersuchungen, die auf Tierversuchen basieren, erlaubt verlässliche Einsichten in Hirnfunktionen.

In dieser Sektion finden Sie einen Offenen Brief von Peter Thier, dem Sprecher des CIN, der die generelle Haltung des CIN zu dem schwierigen Thema Tierversuche detailreicher ausführt. Außerdem finden Sie einige Antworten auf Häufige Fragen – ein Abschnitt, den wir mit der Zeit noch ausbauen werden. Einige dieser Fragen werden auch in unserer offiziellen Tierversuchsbroschüre aufgegriffen, die Sie hier herunterladen können. Nehmen Sie darüberhinaus die Gelegenheit wahr, unseren Aufruf zur Solidarität mit Nikos Logothetis zu unterzeichnen, dessen bahnbrechende Forschung an Rhesusaffen durch Drohungen und Beschimpfungen seitens Tierrechtsaktivisten zum Erliegen kam. Schließlich haben wir auch noch eine kleine Sammlung von weiterführenden Links bereitgestellt, damit Sie sich mit dem Thema Tierversuche noch intensiver auseinandersetzen können.